Ist eine chemische Zeckenprophylaxe absolut notwendig?

Wir wissen genau: jeder von euch, der sein Leben mit einer Fellnase teilen darf, ist von dem großen und wichtigen Thema "Zeckenschutz" betroffen - der Vorsorge gegen Zecken, Flöhe, Stechmücken & Co.

 

Und wir wissen, dass es keine einfache Entscheidung ist, hier das richtige "Mittel" zu finden - wir haben selber viel experimentiert ;-)

 

Aber ich möchte euch an dieser Stelle gerne einen kurzen Denkanstoß rund um die "chemische Zeckenprophylaxe" geben, die am Markt erhältlich ist. Damit meine ich sowohl Spot Ons, als auch Halsbänder gegen Parasiten und nicht zuletzt auch die Kautabletten, die für mehrere Monate eine zecken- und parasitentötende oder -abwehrende Wirkung haben.

 

Zunächst einmal: sind sie tatsächlich "wirklich sicher"? Also werden Hunde, Katzen & Co, die mit einem solchen Mittel behandelt werden, nie von einer Zecke gebissen bzw. kann das Übertragungsrisiko einer Infektion somit tatsächlich zu 100% ausgeschlossen werden? Unseren Information zur Folge ist das nicht der Fall. Es kommt zwar deutlich seltener zu Bissen als bei "unbehandelten" Tieren, aber es gibt unseres Wissens kein Mittel, welches 100% leisten kann - auch nicht die chemische Keule.

 

Vor diesem Hintergrund wird es noch einmal interessanter, über die Nebenwirkungen dieser Antiparasitika nachzudenken. Auswirkungen auf den Magen-Darm-Bereich sind hinlänglich bekannt. Aber habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum ihr euer Tier nach der Applikation eines solchen Mittels für 24 Stunden nicht streicheln solltet? Warum ihr eure Kinder nach der Ausbringung unbedingt von eurer Fellnase fern halten sollt? Warum ein Hund, der mit Spot On oder Zeckenhalsband behandelt wurde, giftig für das Wasser und Wassertiere ist und somit nicht schwimmen gehen sollte? Wo das in der praktischen Kautablette enthaltene Gift, welches angebissene Zecken für drei Monate zuverlässig töten soll, im Körper eures Tieres abgelagert wird, um diese Depotwirkung zu erzielen? Diese Präparate enthalten Nervengift als Wirkstoff, daran ist nicht zu rütteln. Als Folge davon hatten wir es in unserer Arbeit hier schon mit Tieren zu tun, die aufgrund genau dieser Mittel neurologische Ausfallserscheinungen, unklare Lähmungen, Vergiftungen und organische Beeinträchtigungen (vor allem an der Leber) hatten.

 

Ich möchte euch keine Angst machen. Aber es ist wichtig, nicht blindlings alles zu glauben, sondern sich selbst ein Bild zu machen und genau abzuwägen und dann eine Entscheidung zu treffen.

 

Darum bitten wir euch an dieser Stelle: egal, ob ihr unseren Spray "Baghiras keine Lust auf Ungeziefer" ausprobieren möchtet oder einen anderen alternativen Schutz gegen Ungeziefer: bitte denkt nach, bevor ihr die "chemische Keule" auf euer Tier bringt. Probiert aus, was für euch gut funktioniert und trefft dann eine bewusste, überlegte Entscheidung zum Wohl eurer Tiere. :-)